Gruppenzwang kann so schön sein

Vor ungefähr 4 Jahren hat es mich nach 15 jähriger Abwesenheit zurück nach Dortmund verschlagen. Fußball, des Deutschen beliebteste Sportart, spielte für mich zu der Zeit eine eher untergeordnete Rolle. Natürlich schaute ich mir Spiele der Nationalelf im Fernsehen an und ließ mich 2006 vom „Sommermärchen“ mitreißen. Aber der Vereinsfußball und die Bundesliga waren mir eher fremd. Mein Sportinteresse galt eher der Formel 1. Bereits nach einigen Wochen bemerkte ich bei Gesprächen mit Arbeitskollegen und Bekannten, dass Fußball in dieser Stadt einen ganz besonderen Stellenwert hat. Man erkennt bei diesem Gesprächsthema irgendwie ein ansteckendes Funkeln in den Augen vieler Dortmunder. Nach kurzer Erfahrung konnte ich montags bereits am Gesichtsausdruck einiger Kollegen ablesen wie das Spiel des BVB am Wochenende gelaufen war, konnte den Einfluss eines Fußballergebnisses auf deren Gemütszustand allerdings in keiner Weise nachvollziehen. Noch nicht… Die ersten Anzeichen meiner Bekehrung erkannte ich als ich anfing die BVB-Berichterstattung in der Tageszeitung nicht mehr zu überblättern. So konnte man sich wenigstens ein wenig in das Gesprächsthema einbringen. Wenig später begann ich dann samstags die Bundesliga-Berichterstattung im Radio zu verfolgen und ließ mich schon ein wenig mitreißen. Als ich zur Saison 2009/2010 ein LIGA total! PayTV Bundesliga-Abo abgeschlossen habe, gab ich mich dem BVB-Virus endgültig geschlagen. Seit dieser Zeit habe ich kein einziges Spiel versäumt. Nun sitze ich hier, fiebere dem morgigen Bundesliga Auftaktspiel entgegen und es ist ein sehr schönes Gefühl. Vor 4 Jahren hätte ich mir das nie vorstellen können. Danke Dortmund!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich nochmal auf mein Video hinweisen das ich bei den Meisterfeierlichkeiten in der Dortmunder City aufgenommen habe. Beim anschauen versteht man was ich meine: